Besuch bei einem Hidden Champion

hochland_natecEs ist ja nicht alle Tage so, dass man raus kommt aus dem eigenen Arbeitsumfeld und einen Einblick in eine andere Arbeitswelt erhält. Dankbar für die Einladung durch einen von mir ehemals betreuten, damals berufsbegleitend Studierenden und heutigen verantwortlichen „Macher“ entdeckte ich einen Hidden Champion in Heimenkirch, die Firma Hochland Natec GmbH. Der Maschinenbauer fertigt für die Foodindustrie weltweit Produktionsanlagen bspw. für Käsescheiben und vieles andere mehr. Dabei ist die Hochland-Gruppe für die Herstellung, Bearbeitung und Verpackung von Schmelzkäse ein gefragter Arbeitgeber einerseits und zugleich innovativer Entwicklungspartner und Technologieführer andererseits. Tolle Menschen gleich tolles Unternehmen bei guter Führung.

Wirklich ein Buch zum Lesen

reinventing_organizations_lalouxBücher gibt es ja wie Sand am Meer und das gilt auch für Fachbücher. Wann haben Sie ihr letztes gekauft und in Ruhe gelesen? Klar: keine Zeit dazu, so viel zu arbeiten, Anderes ist wichtiger, kaum Interesse, ausreichend selbstzufrieden…was hat das auch mit mir zu tun?

Nun treibt ja manche Menschen an, dass sie sich selbst Fragen stellen, ob und warum dies oder jenes so ist wie es scheint, der oder die tatsächlich so denken und warum sie sich heute so und morgen wieder anders verhalten – Kollegen wie Chefs. Vielleicht stellt sich auch die Frage nach dem Sinn der Existenz, der eigenen und des Ganzen, oder der Arbeit an sich. Ein Streben nach Erkenntnis und dem Wunsch nach der objektiven Wahrheit kann es auch sein, was Leser so antreibt. Und Lesen ist Arbeit, wie Denken übrigens auch, und bequemer ist sicher, es nicht zu tun.

Oder sie lesen einfach gerne, um ihren Geist etwas in Bewegung zu halten, zu trainieren. Dazu will ich ein Buch von Frederic Laloux empfehlen, das aus meiner Sicht ein sehr wertvolles ist. Klar geht es um Business und Management. Um Managementmodelle, evolutionäre Entwicklungen, Werte, Kultur u.v.a.m. Spannend ist die Betrachtung der Entwicklungsstufen und -linien der Menschheitsentwicklung in Zusammenhang mit Organisation. Es geht auch um Selbstführung und das, was Menschen so antreibt – in ihrem Leben und in der Arbeitswelt. Eine Selbstverortung wird so jedenfalls gut möglich, Basis dafür ist natürlich ein Selbst-Denken und die Selbstreflexion. Gute Erkenntnisse.

Information, Wissen, Können, Kompetenz

dhbw_logoManchmal erkennt der Mensch erst spät, was er an guter Ausbildung erleben durfte. Jung und unerfahren ist es schwierig bei all der Information, die einem in Schule, Ausbildung und Studium vermittelt wird, zu differenzieren in: was bringt mir was im Leben und was ist glatt für die Tonne. Das Wissen über und der Umgang mit Computern, Smart-Phones, Tablets, Internet & Co. und natürlich den entsprechenden Anwendungen dafür zählen heute jedoch mehr denn je zu dem kleinen Einmaleins ins in der Arbeitswelt, vom Privatleben ganz zu schweigen. Gut, manche lernen es nie und erkennen auch keinen Wert oder Nutzen darin, andere aber wollen Profi werden. Um für Letztere einen kleinen Beitrag zu leisten, doziert Kühner ja nach wie vor ab und zu. Aktuell stehen beispielsweise zwei Kurse an der dhbw zu „Word für wissenschaftliche Arbeiten“ an. Ein auf den ersten Blick eher glanzloses Thema, das im Attraktionsranking der zu vermittelnden Fächer wohl mit auf den letzten Plätzen steht. Vermutlich braucht es viel Restidealismus, um bei dem mangelnden Ansehen in Verbindung mit der mäßigen Bezahlung seinen Beitrag für Bildung zu bringen. Rechnet man aber den Spaß mit wissbegierigen Menschen zu arbeiten, also etwas zu teilen, und den Erkenntniszuwachs am Ende dagegen, ist es eine lohnende Angelegenheit – meine ich zumindest. Und man gibt damit ja auch etwas zurück oder vielleicht besser formuliert: weiter.

Öffentlich, rechtlich, Behörde

swr2_aulaManchmal könnte sich der Bürger ja fragen, wozu er eigentlich die Zwangsabgabe bezahlt, heute kurz „Der Rundfunkbeitrag“ genannt. Ein Schelm, der dahinter eine moderne Marketingstrategie vermutet: weg von der Gebühreneinzugszentrale hin zum Beitragsservice von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio. Am Ende der Suche nach vermeintlichen Argumenten für die monatliche 17,98 Euro-Pflicht (immerhin grob 215 Euro im Jahr) und vor allem dem Gegenwert (!) dafür, findet sich im Bereich des öffentlich-rechtlichen Medienangebots dann tatsächlich doch ein wahrer Lichtblick: SWR2 Wissen: Aula.

Zielgruppen-Ansatz für dieses Bildungsangebot ist wohl, dass es auch heute noch Menschen geben muss, die nicht nur selbstzufrieden mit ihrem eigenen Halbwissen in grenzenloser Selbstgerechtigkeit versinken. Oder Menschen, die nur noch als Hamster im Rollkäfig passiv vor sich hin stolpern als Opfer ihres Alltags in unserer heutigen Beschleunigungsgesellschaft. Sondern es vermutlich noch verantwortungsbewußte Menschen geben muss, die tatsächlich trotz den überbordenden medialen Unterhaltungsmöglichkeiten nach inhaltsvollen, Erkenntnis versprechenden und substanziell fundierten Wissensbeiträgen suchen – zur kritischen Reflexion und natürlich auch zur Selbstreflexion – und das als Text (schriftlicher Beitrag sogar zum Ausdrucken!) oder als Podcast (Hörbeitrag zum Download).

Ob in iTunes oder direkt bei SWR2 Aula: Gleichwohl können somit alle Menschen zu den verschiedensten Themen fündig werden, mit denen sich verantwortungsbewußte Bürger vielleicht in unserer heutigen Zeit auseinandersetzen sollten – für sich und andere, zum Verständnis des Einzelnen, des Guten und des Ganzen. Zu verdanken haben wir das erkenntnisreiche Angebot neben den fachlich kompetenten Beiträgen der Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen vor allem der hervorragenden redaktionellen Lei(s)tung von Ralf Caspary. Hierfür einfach mal danke! Und irgendwie rechtfertigt das ja dann auch den „monatlichen Beitrag“ nach der Regel der „neuen“ GEZ: Eine Wohnung – ein Beitrag. Bei Verlagen würde das kostenpflichtiges Abonnement heißen. 😉

Ohne Grundlagenwissen ist Mann kein Profi

dhbw_stuttgart_logoUnd Frau auch nicht – um der Gender-Diskussion rücksichtslos gerecht zu werden. Jede(r), also Mann und Frau, kennt wohl die Textverarbeitung Microsoft Word. Eigentlich sollte man den Umgang damit bereits in der Schule „gscheit“ lernen – doch auch heutzutage noch weit gefehlt. Jede(r) meint ja auch, dass sie/er einfach damit arbeiten kann: Doppelklick, leere Seite auf, Text drauf, schön munter direkt formatiert und ausgedruckt, natürlich ohne Datum, Namenskürzel etc. Ergebnis ist der digitale Fresszettel. Dass es auch professioneller geht, vermittelt kuehner.com an der DHBW Stuttgart im Bereich Wirtschaft. Dort lernen Führungskräfte aus den Berufsfeldern Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim in den Kontaktstudiengängen Case Management und Gesundheitsmanagement, wie man Word für eine wissenschaftliche Arbeit richtig einsetzt. Um die Wiedergabe von Fachwissen geht es dabei inhaltlich, praktisch um das Zitieren und natürlich nicht zuletzt handwerklich um den Einsatz von Fußnoten, Kopf- und Fußzeilen, römische und arabische Seitenzahlen, automatisch generierte Verzeichnisse u.s.w. Dass das am besten in einer kleinen Gruppe erarbeitet werden will, ist klar, also Crash-Kurs in Workshop-Form. Den ersten Gruppen (einschließlich mir!) scheint es jedenfalls Spaß gemacht zu haben, trotz Erkenntniszuwachs und harten Aussagen wie: Das machen Sie so nie wieder! Und: So geht das gar nicht! Oder: Profis machen das anders, nämlich so! Dozieren auf die harte Tour für Mann und Frau, oder Frau und Mann? 😉

Von Information, Wissen, Können und Kompetenzen

steinbeis_logoUnternehmenskompetenzen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Steinbeis Consulting Tags am 3.07.2014 in Stuttgart. Von Kompetenzen der Mitarbeiter und der Organisation war vor Ort dann die Sprache und zugleich auch die Herausforderung: Stellen sich doch die Fragen, was Kompetenzen eigentlich sind, wie sie entwickelt werden können, welche organisationale Rahmenbedingungen dafür nötig sind und ob und wenn ja mit welcher Führung dann IMG_2218_400pxüberhaupt Steuerung noch möglich ist. Zentrale Aspekte in diesem Kontext sind die Selbstorganisation des Einzelnen, der Organisation als Ganzes und das nach wie vor spannende Themenfeld Wissenmanagement. Von Themen „emotional imprägnieren“ war dann noch die Rede…nun denn.
Langsam komme ich wohl in eine Altersstufe, bei der ein Blick in den Rückspiegel lohnt: Der zeigt, dass kuehner.com u.a. seit über 25 Jahren für Organisationen Wissensmanagement und Lernprozesse entwickelt, unterstützt, selbst praktiziert und zudem zehn Jahre lang auch dozierte. Wenns hilft? Geschadet hat es jedenfalls nicht!

Vom Denken des mündigen Menschen

logo_DHBW_Veranstaltungen mit Denkimpulsen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Getrieben ist das Ganze wohl vom Ringen nach Aufmerksamkeit verbunden mit der Hoffnung auf einen Bekanntheitsgrad steigernden Effekt für die veranstaltende Organisation. Doch wenn das Dekanat Wirtschaft der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in ihrer inzwischen etablierten Veranstaltungsreihe „Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog“ ein Thema aufgreift, dann hat das Hand und Fuß – nicht zuletzt durch die Vortragenden. Beim nächsten Event am 2.12.2013 wollen Anja Förster und Dr. Peter Kreuz für Denkanstöße sorgen und sogar zum Querdenken anstiften. Querdenken setzt allerdings die Fähigkeit zum Längsdenken bzw. Denken überhaupt voraus und ich bin gespannt, was es da unter dem Motto „Seien Sie alles, außer gewöhnlich“  Neues zu erfahren gibt. Ich zitiere dazu mal einen Philosoph der Aufklärung: „Wenige Menschen können denken, aber alle wollen eine Meinung haben.“  George Berkeley

FARBFUNK – die neue Agentur im Stuttgarter Osten

farbfunk_300pxKürzlich war ein Brief in meiner Post, worüber ich mich sehr gefreut habe: Zwei meiner Ex-Studis, Sascha Baier und Jannis Klepper, gründeten eine Agentur im Stuttgarter Osten und sind toll am Start. Obwohl ich selbst nicht involviert war, nehme ich ihr Anschreiben zum Anlass, hier einen Verweis auf das Unternehmen zu machen. Schließlich hat es mich in mehrfacher Hinsicht an gute alte Zeiten erinnert. Und ich bin mir sicher, dass potenzielle Kunden bei den Jungs von FARBFUNK gut aufgehoben sind. Haben sie doch viel gelernt und selbst Erfahrung in einigen Projekten gesammelt. Die Zukunft gehört den jungen Menschen, die Erinnerungen den alten 😉